Sebastian Metelec vom HC Hedos sprach mit dem Handball-Server über seine Karriere, die aktuelle Situation und dem Zusammenschluss des HC Hedos Elgersweier und dem SV Ohlsbach.

Sebastian, ab der kommenden Saison tritt der HC Hedos in einer SG mit dem SV Ohlsbach an. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Metelec:
Der Gedanke, auch im Herrenbereich eine SG zu machen, besteht schon etwas länger im Verein. Nachdem die letzten Saisons zunehmend schwieriger verliefen, gerade was die Anzahl der Spieler anging, haben wir uns nun endgültig dazu entschlossen, den Schritt Richtung SG zu wagen. Der SV Ohlsbach war hier für uns der ideale Partner, sowohl wegen der Nähe als auch aufgrund der Spieler. Viele haben bereits in vorherigen Vereinen zusammen gespielt und kennen sich daher schon ziemlich gut.


In der Jugend gibt es die SG schon länger. War es mit ein Entscheidungsgrund, diesen Schritt zu gehen, da es in der Jugend auch super läuft?

Metelec: Genau, in der Jugend besteht die JSG ZEGO (bestehend aus vier Vereinen) bereits schon länger, und wir sind sehr zufrieden mit diesem Modell. Da auch im Damenbereich bereits seit vielen Jahren die SG mit dem SVO sehr erfolgreich funktioniert, war der Schritt für den Herrenbereich sehr naheliegend. Auch wenn es natürlich für alle Beteiligten eine neue ungewohnte Situation ist, hoffen wir, dass die Zusammenarbeit im Herrenbereich genauso gut läuft wie bei unseren Damen. Man könnte also sagen, die SG der Damen ist ein Vorreiter für den Herrenbereich.


Die Hallen in Elgersweier und Ohlsbach sind bekannt für ihre gute Stimmung. In welcher Halle werden künftig die Heimspiele ausgetragen?

Metelec: Hierzu gibt es noch keine finale Entscheidung, sicher ist aber, dass in beiden Hallen Heimspiele ausgetragen werden. Es wird versucht, die Spiele bestmöglich aufzuteilen, da natürlich beide SG-Partner gerne Spiele in der „eigenen“ Halle austragen wollen, vor allem natürlich die Derbys.Wir Spieler erhoffen uns natürlich in beiden Hallen eine lautstarke Unterstützung unserer Fans.

 
Habt Ihr intern schon über Ziele gesprochen? Wohin soll der Weg der neuen SG führen?

Metelec: Da wir aufgrund der aktuellen Situation noch keine gemeinsame Trainingseinheit absolviert haben, haben wir bisher noch nicht über Saisonziele gesprochen. Klar ist, dass im ersten Schritt alle Spieler und Verantwortlichen bestmöglich zueinander finden müssen, sowohl auf als auch neben dem Handballfeld. Das ist der Grundstein für eine erfolgreiche Spielgemeinschaft.Darüber hinaus wollen wir uns natürlich auch mit der SG in der Südbadenliga behaupten und so viele Spiele wie möglich positiv für uns gestalten.

Da in der kommenden Saison mehr Mannschaften als gewöhnlich in der Liga starten, gehe ich davon aus, dass das Mittelfeld noch breiter und vor allem enger werden wird. Es muss also jedes Spiel mit voller Überzeugung angegangen werden, dann bin ich guter Dinge, dass wir gegen jeden Gegner eine Chance haben, zu bestehen.


War in der Vergangenheit eine Rivalität zwischen Ohlsbach und Elgersweier zu spüren?

Metelec: Da die beiden ersten Mannschaften in den letzten Jahren in unterschiedlichen Ligen gespielt haben (Südbaden- und Landesliga), war von einer Rivalität eher weniger zu spüren. Dennoch ist es natürlich eine Herausforderung, mit einem neuen Verein eine SG zu starten. Ich bin allerdings – wie bereits erwähnt –  sehr guter Dinge, dass es der richtige Schritt zur richtigen Zeit  ist.


Da Ihr aus zwei Vereinen besteht, habt ihr auch einige Spieler – wie groß ist Euer Kader?

Metelec: Der Kader der ersten Mannschaft wird zu Beginn relativ groß sein, aktuell sind wir etwa 20 Spieler. Jeder muss sich neu beweisen und im Training alles geben, um am Ende dem Kader für die Saison anzugehören. Zudem versuchen wir natürlich die jungen Spieler bestmöglich zu integrieren und jedem die gleiche Chance zu geben.

 
Wann startet Ihr in die Vorbereitung?

Metelec: Die Vorbereitung ist Anfang/Mitte Juni losgegangen, momentan trainieren wir in kleinen Gruppen vor allem Kondition und Kraft. In die Halle wollen wir Anfang Juli gehen, um dann langsam mit dem Technik- und Taktiktraining zu beginnen. Gerade in diesen Bereichen wird es anfangs wichtig sein, hochkonzentriert und zielgerichtet zu arbeiten, da wir uns alle „neu finden müssen“.


Wenn Du an die Zeiten des HC Hedos zurückdenkst – was war Dein persönliches Highlight?

Metelec: Da gibt es zwei Spiele, die mir direkt in den Kopf kommen. Zum einen, als wir vor ein paar Jahren im letzten Saisonspiel (in eigener Halle) gegen den bereits feststehenden Meister Konstanz II durch einen –  in letzter Sekunde –  verwandelten Siebenmeter von Stefan Räpple den Klassenerhalt gefeiert haben. Die Stimmung danach in der Halle war atemberaubend und kaum zu überbieten.

Zum zweiten, als wir ein, zwei Jahre zuvor im letzten Saisonspiel in Muggensturm um den zweiten Tabellenplatz spielten (den Relegationsplatz für den Aufstieg in die BW-Oberliga). Auch wenn wir dieses Spiel am Ende knapp verloren haben, war es ein unbeschreibliches Gefühl, wie wir nach Spielende von unseren Fans für die erfolgreiche Saison gefeiert wurden. 

 

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