Normalerweise hätten die Handballer des TuS Altenheim in den vergangenen Tagen ihren Sommerhöhepunkt erlebt. Die Beach Days in „Aldne“ sind das größte Beachhandballturnier für Seniorenmannschaften in Deutschland. Statt in den Sand ging es allerdings auf die Tartanbahn auf dem benachbarten Fußballgelände. 


Aufgrund der coronabedingten Absage der Beach-Veranstaltung wurde beim Handball-Südbadenligisten kurzerhand der Start der Vorbereitung vorgezogen. „Alle waren ein bisschen unruhig und wollten endlich beginnen“, erklärte Neu-Trainer Stefan Bayer und hat dann auch eine sehr gute Stimmung ausgemacht: „Jeder hat Bock, endlich wieder was im Team zu machen.“ Wermutstropfen allerdings: Der gemütliche Hock nach dem Training fällt (noch) den Corona-Regeln zum Opfer.

 

Großer Kader

Die Integration der Neuen soll darunter allerdings nicht leiden. Man kennt sich schließlich – und das nicht erst seit dem vergangenen Montag. Mit Luca Barbon (HGW Hofweier), Dennis Ammel, Kevin Wilhelm (beide HTV Meißenheim), Marvin Schaumann (SG Hornberg/Lauterbach/Triberg), und Rückkehrer Elias Wilhelm (TuS Ottenheim) wurden bereits vor Wochen fünf Neuzugänge verkündet. „Erdrutschartig für den Verein“, schmunzelt Bayer. Denn in der Vergangenheit war der TuS Altenheim auf dem Transfermarkt nicht sonderlich rege gewesen. Andererseits: „Für mich als Trainer ist das toll“, sagt der Mann, der zuletzt die Reserve zum Aufstieg in die Landesliga gecoacht hatte und nun den zur SG Köndringen/Teningen wechselnden Michael Schilling beerbt hat. Zudem stoßen aus der zweiten Mannschaft noch Clément Daul und Lajos Garancz hinzu.

Auch Zölle hört auf

Dafür ist der Aderlass im Tor gewaltig. Ohne die ehemaligen Drittliga-Schlussmänner Philipp Grangé und Gunther Zölle fehlt künftig viel Qualität und Routine im Tor. Während der Abschied von Grangé, der in die sportliche Leitung der SG Köndringen/Teningen wechselt, schon lange besiegelt war, konnte Bayer das Karriere-Ende von Zölle „bis zuletzt nicht glauben“, gibt er zu und macht sich nichts vor: „Die Fußstapfen, die sie hinterlassen, sind groß.“ In die wollen gleich drei treten. Neben Lukas Schäfer und Kevin Wilhelm stieß kurzfristig noch Roman Schäffer vom SV Schutterzell zum TuS hinzu. „Aus diesem Trio wird sich dann ein Duo herauskristallisieren“, hat Bayer den Kampf ums Tor eröffnet.


Nicht mehr dabei sind zudem Thomas Farrenkopf und Marco Fels, der verletzungsbedingt Co-Trainer und damit Nachfolger von Marius ­Schweickhardt wurde. Zumindest auf dem Papier gibt es demnach mehr Zu- als Abgänge. „Wir haben jetzt so viele Spieler, dass wir im Training auch mal auf zwei Tore spielen können. Diese Situation hatten meine Vorgänger Michael Schilling und Timo Heuberger nicht oft“, freut sich Bayer.

Ballgefühl bekommen

In den nächsten Tagen will man nun auch in die Halle gehen, obwohl es für Handball noch schwierig ist ohne Torwurf und ohne Körperkontakt. „Aber es geht darum, dass die Jungs wieder das Ballgefühl bekommen und die handball-typischen kurzen Bewegungen trainieren“, so der Trainer.

„Die sind alle fit“

Um nach der langen Pause nicht gleich Verletzungen zu riskieren, stehen vor allem auch Koordinations- und Kräftigungsübungen an. Laufeinheiten und Krafttraining, das hat Bayer schon bemerkt, „müssen wir vorerst nicht machen. Da sind alle fit.“
Ab und an, das verspricht der Coach, geht es auch in die Sandgrube. Auf Beachhandball soll in diesem Sommer keiner verzichten müssen.

Zum Seitenanfang