Unterschiedlicher hätten die beiden Halbzeiten beim Auswärtsspiel gegen den Tabellennachbarn kaum sein können.


Nach einer kurzen Phase des Abtastens und sieben anständigen Minuten Handball, stand es 4:3 für die Hausherren. Im Anschluss bekamen die Zuschauer ein sehr einseitiges Spiel geliefert: Beim BSV klappte einfach alles. Würfe aus den unmöglichsten Winkeln schlugen im Minutentakt im Gehäuse der Freiburger ein und auch gegen Rückraumschützen machte die Defensive der HSG keine gute Figur. Im Angriff fehlte zudem jegliche Durchschlagskraft und mühselig erarbeitete Chancen wurden großzügig dem Torhüter in die Hände, gegen das Aluminium oder weit neben das gegnerische Tor geballert. So stand es nach 15 Minuten 12:3 und die Auszeit, die bereits in der 11. Minute genutzt wurde, führte ebenfalls zu keiner Änderung unseres Auftretens. Mit dem 9-Tore-Vorsprung sichtlich zufrieden schalteten die Sinzheimer einer Gang runter, sodass wir bis zur Halbzeit zumindest auf ein 20:13 verkürzen konnen. „Yippie!“

Zum Glück hat ein Handballspiel jedoch zwei Halbzeiten und so kamen wir zwar mit denselben Spielern wie zu Beginn, jedoch mit einem völlig anderen Auftreten, zurück aufs Feld. Innerhalb von zehn Minuten ließen wir nur zwei Treffer zu und kamen bereits auf ein 22:20 heran. Doch die Sinzheimer wollten die beiden Punkte nicht hergeben und legten ebenfalls einen Zahn zu, sodass es weitere zehn Minuten dauerte bis Fabrice Mayer nach 50 gespielten Minuten zum langersehnten und erstmaligen Führungstreffer zum 25:26 einnetzte. Nach drei weiteren Torerfolgen für die HSG schien sieben Minuten vor Ende erneut ein (anderer) Gewinner des Matches fest zu stehen, doch der BSV gab nicht auf, warf erneut alles in die Waagschale und führte zwei Minuten vor Abpfiff erneut mit einem Tor. Glücklicherweise scheiterten alle folgenden Torversuche der Sinzheimer und wir konnten noch zweimal einnetzen, sodass wir am Ende – nach einem spannenden und lang umkämpften Auswärtsspiel – die beiden Punkte aus Sinzheim entführen konnten.

Spielverlauf 2:2 (4.);  4:3 (7.);  12:3 (15.);  15:7 (20.);  20:13 (Halbzeit);
21:15 (34.);  22:20 (40.);  25:25 (48.);  25:28 (53.);  30:29 (58.);  30:31 (Ende).

BSV Phönix Sinzheim - HSG Freiburg 30:31 (20:13)

BSV Phönix Sinzheim: Fabien Winogrodzki (3/1), Felix Möllering, Luis Pfliehinger (8), Valliere Kirschner (7), Noah Reck, Matthias Meßmer, Eike Rumpf (5), Fabian Ernst (2), Roman Weis (1), Tim Eisele, Noah Eric St. Pierre, Yannick Bischoff (1), Peter Fodor, Alexander Bossert (3/2); Trainer: Kalman Fenyö

HSG Freiburg: Markus Lais, Gabriele Dell ´Aquila, Maik Wiggenhauser (6), Simon Stecher, Dennis Ganter (7/4), Christoph Muy, Jannis Konrad (1), Yannik Ahrens, Jonathan Boomgaarden (7), Mathias Riedel (7), Fabrice Maier (3), Tobias Leupolz, Maximilian Wachter; Trainer: Maximilian Wachter

Schiedsrichter: Achim Dumkow (SFE Freiburg), Roland Brodbeck (TV Bötzingen)

Gelb: Valliere Kirschner (12.), Yannick Bischoff (7.) / Maximilian Wachter (7.), Maik Wiggenhauser (6.), Dennis Ganter (7.), Christoph Muy (9.)

Strafminuten: 10:6

2 Minuten: Valliere Kirschner, Valliere Kirschner, Eike Rumpf, Eike Rumpf, Roman Weis / Christoph Muy, Jonathan Boomgaarden, Mathias Riedel

Vergebener Siebenmeter: Luis Pfliehinger / -

BSV Phönix Sinzheim  HSG Freiburg

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