In manchen Spielen kann man einfach nicht gewinnen obwohl man gewonnen hat.


So ein Spiel hatte die HSG Freiburg am vergangenen Samstag zu bestreiten. Glanzlos aber deutlich schlugen die Rothemden das Tabellenschlusslicht SG Rielasingen/Gottmadingen.

Wie kann man ein Team nach einem wegweißenden Sieg in einem Spitzenspiel motivieren auch gegen den Letzten, der noch dazu eine Rekord Niederlage von 40:12 am selben Spieltag hatte hinnehmen müssen, eine konzentrierte Leistung abzurufen? Vor dieser schwierigen Aufgabe stand HSG Coach Maximilian Wachter in der vergangenen Woche. Dass dies nicht ganz klappte und die Mannschaft nicht immer mit voller Konzentration und Überzeugung agierte kann ihm aber keiner vorwerfen.

Im Endeffekt sprang ein deutlicher 35:24 Sieg heraus über den man sich auch besser nicht mehr allzu viele Gedanken machen, sondern sich lieber über zwei weiter Punkte freuen sollte. Die Mannschaft, bei der Jannis Konrad spontan aufgrund von Knieproblemen pausieren musste begann rein ergebnistechnisch souverän und konnte sich bis zum 12:5 standes- und leistungsgemäß abzusetzen. Der Versuch das Spiel mit dem siebten Feldspieler, der eigentlich in der Vergangenheit  gut gelang  und in engen Phasen immer wieder für wichtige Tore gesorgt hatte, konnte nicht überzeugen und so musste man immer wieder Treffer ins leere Tor hinnehmen.

Den Gästen gelang es in der Folge kurz vor der Halbzeit erneut bis auf vier Tore heranzukommen. In der zweiten Halbzeit konnten sich die Hausherren dann vor eher mäßig gefüllten Rängen wieder absetzen und am Ende einen nie gefährdeten Sieg gegen einen angezählten Gegner einfahren. Erfreulich war dabei, dass die HSGler wichtigen Spielern wie Tobias Motz und Jonathan Müller etwas Verschnaufpause für die anstehenden Aufgaben verschaffen konnten. In den nächsten Wochen stehen weitere wichtige Spiele an, bei denen wieder mehr Konzentration gefragt sein wird.

Dem Heimspiel am kommenden Wochenende gegen einen schwankenden TV Ehingen, der in letzter Zeit einige deutliche Niederlagen hinnehmen musste, folgt dann nämlich das wichtige „Auswärtsspiel“ und zweite Stadtderby gegen die zweifelsohne hochmotivierte Handball Union in Zähringen bevor es dann in drei Wochen gegen einen richtig großen Brocken geht und zuhause versucht werden muss den wiedererstarkten TV Herbolzheim, der dem Team seine letzte Niederlage verpasst hat, in die Schranken zu weisen.

HSG: Lais (Tor), Kneißl (Tor), Friedrich (2), Wiggenhauser (5), Ganter (9/4), Klein (4), Muy (1), Kirchner, Schaber (4), Motz (2), Müller (3), Leupolz (4), Schweizer.

HSG Freiburg  SG Rielasingen/Gottmadingen

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