Der TV St.Georgen baut seine Siegesserie auf mittlerweile sieben Siege in Serie aus und ist nun, mit einem Punkt Rückstand und vier Punkten Abstand auf Platz vier der erste Verfolger des Spitzenduos aus Schenkenzell/Schiltach und Freiburg.


Der jüngst errungene Sieg war aber einmal mehr ein hartes Stück Arbeit. Das Trainergespann Papke/Flaig hatte ausdrücklich vor dem Gegner gewarnt und forderte maximalen Einsatz. St.Georgen legte zunächst vor, doch die HSG zog immer wieder konsequent nach. Jan Linhard eröffnete das Spiel mit seinem Treffer. Der 26 jährige hatte ursprünglich, aus beruflichen Gründen nur bis zum Jahreswechsel zugesagt, wird nun aber definitiv bis zum Saisonende beim TVS bleiben. Während man im Angriff nur über die mangelhafte Chancenauswertung meckern durfte, leistete man sich defensiv immer wieder grobe Schnitzer. Den Bergstädtern gelang es meist den Gegner lange gut zu verteidigen, ehe man sich dann individuelle Fehler leistete wodurch die HSG am Ende doch zu freien Würfen kam. Mitte der ersten Halbzeit konnte die HSG dann sogar die Führung übernehmen und behielt diese auch bis zum 15:16 zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel folgte dann die stärkste Phase der HSG oder besser gesagt die schwächste des TVS. Reihenweise scheiterte man am Torhüter der Dreiländer und ließ den Gegner immer wieder frei vor dem eigenen Gehäuse auftauchen. Als die HSG Dreiland den Spielstand auf 18:23 stellte schien es als würden dem TVS die Felle davon schwimmen. Doch dann kam es wie schon häufig diese Saison. Der Gegner brach ein und St.Georgen hatte noch einiges im Tank, sodass man der Partie eine gute Wende geben konnte. St.Georgener steigerte nun seine Chancenauswertung und die HSG tat sich zunehmend schwer. Die Würfe der HSG ließen auch in ihrer Präzision nach und so wurden sie immer wieder zur Beute von TVS-Goalie Dominik Bühler. In der entscheidenden Schlussphase wussten vor allem Niclas Grieshaber und Robin Schmidt mit ihren Treffern zu überzeugen. Dennoch bleibt auch die dann endlich starke Defensivarbeit zu erwähnen. St.Georgen glich zum 23:23 aus und übernahm dann die Bestimmung der Partie und stellte bis zum Ende der Partie auf 30:26.

Am Ende durften erneut die Bergstädter über einen Sieg jubeln. Es scheint wie ein ungeschriebenes Gesetz, dass der TVS erstmal zurück liegen muss, bevor man richtig in den Tritt bekommt. Sicher ist auch dieser Erfolg der breiten Bank und dem hohen Tempo zu verdanken, sodass der Gegner das Tempo und die Intensität in der Schlussphase nicht mehr mitgehen konnte. Es ließe sich erneut wieder vieles kritisieren in der Leistung der Jungs vom Roßberg, abschließend zählt aber, dass der TVS die Punkte dreizehn und vierzehn mitnimmt und offensichtlich weiter an der Tabellenspitze dran bleibt. Kommende Woche folgt das schwere Auswärtsspiel bei der HG Müllheim/Neuenburg. Gewinnt man dort, stehen im Dezember gleich drei absolute Topspiele ins Haus. Dort wird sich dann zeigen, ob St.Georgen bereit ist ganz vorne an zugreifen oder eher etwas abfällt. Fakt ist aber, dass in der Leistung der Bergstädter weiter viel Luft nach oben bleibt, die in den Topspielen dann aber sicher gefordert sein wird.

TV St. Georgen – HSG Dreiland 30:26 (15:16)

N.Holzmann, J.Holzmann, Lobmeier, Linhard (je 1), T.Assfalg (3), P.Assfalg (4), Schmidt (5), L.Holzmann (7/4), Grieshaber (7).

TV St. Georgen   HSG Dreiland

Zum Seitenanfang