Ex-Bundesligaspieler Axel Schmidt strebt mit der neugegründeten SG Scutro nach Höherem. Vier Vereine bündeln künftig ihre Ressourcen. Doch Nick Dittrich muss mit einer langen Pause rechnen.

 

Mit dem TuS Schuttern hat sich in den vergangenen Jahren ein junges Team in der Landesliga etabliert, das langsam nach höheren Weihen strebt. „Wir wollen oben angreifen. Das muss unser klares Ziel sein“, betont Trainer Axel Schmidt. Um Träume zu verwirklichen, wurden Ressourcen gebündelt. Mit dem SV Schutterzell, dem TV Lahr und dem TuS Hugsweier hat sich der TuS Schuttern zur kommenden Saison zur SG Scutro zusammengeschlossen. 

Nicht viel verändert

Auch wenn im Hintergrund viele Gespräche laufen und Konzepte entwickelt werden, sagt Schmidt, der Coach des TuS Schuttern war und nun die Landesligamannschaft der SC Scutro trainiert: „Für mich hat sich nicht viel verändert. Spieler und Halle bleiben. Nur der Name hat sich verändert.“

Tobias Ruf neu im Trainerteam

Aufbruchstimmung ist dennoch vorhanden, und die hat auch mit der Rückkehr von Robin Dittrich zu tun. Nachdem er bei der SG Köndringen/Teningen in der 3. Liga Erfahrungen sammeln konnte, spielte er zuletzt beim HGW Hofweier und jetzt wieder bei seinem Heimatverein. „Er stellt sich voll in den Dienst der Mannschaft, auch wenn ich froh bin, wenn er auf dem Platz der Leitwolf ist“, bauen Schmidt und Co-Trainer Maik Keller auf den 24-Jährigen. Das Trainerteam ergänzt im Übrigen neuerdings Tobias Ruf (Hofweier) als Torwarttrainer.

Simon Heitzmann rückt auf

Neben Dittrich kann die neue SG Scutro noch einen weiteren erfahrenen „Neuzugang“ präsentieren. Simon Heitzmann rückt vom SV Schutterzell in die erste Mannschaft der SG Scutro auf. Aus der A-Jugend kommt Luca Winter und bildet mit den Routiniers Chris Lederer, der nach wie vor an einer Knieverletzung laboriert, und Maximilian Lischke das Kreisläufertrio. Wieder voll dabei ist auch Benjamin Priebe, der nach langer Verletzungspause dem Team mit seiner Erfahrung sowohl spielerisch als auch als Führungspersönlichkeit weiterhelfen soll. Noch nicht ganz so weit ist Nico Eble, der wegen einer schweren Knieverletzung fast zwei Jahre nicht gespielt hat. „Das Knie ist zwar stabil, man merkt aber, dass er noch nicht bei hundert Prozent ist“, hat Axel Schmidt beobachtet.


Ein herber Rückschlag in der Personalplanung des Trainers ist zudem der Ausfall von Nick Dittrich. Der 19-Jährige hat ein Knochenödem im Knie. Zehn bis zwölf Wochen ist erst mal Pause angesagt – letztlich ist es aber eine Verletzung mit „open end“.  

Schwerpunkt auf der Abwehr

Sportlich konnte die Aufbruchstimmung in die Vorbereitung transportiert werden. Da präsentierte sich die Mannschaft nach der Corona-Pause so fit wie selten zuvor. Ein Schwerpunkt von Axel Schmidt lag zudem auf der Abwehr. „Gerne möchten wir eine 3-2-1-Deckung als Variante in unser Repertoire mit aufnehmen“, sagt der ehemalige Bundesligaspieler beim TuS Schutterwald und weiß nur zu gut: Bei einer disziplinierten Ausführung ist es die einfachste Möglichkeit, zu Ballgewinn zu kommen. Und nach drei teilweise völlig vergeigten Rückrunden in Folge will die Mannschaft die Konzentration nun bis zum Saisonende hochhalten.

Jedes Spiel ein Endspiel

„Unser primäres Ziel muss es sein, in unserer Gruppe Rang vier zu belegen, um dann in die Meisterrunde zu kommen“, gibt Axel Schmidt in der coronabedingt zweigeteilten Landesliga vor und verlangt angesichts einer aufgrund der Pandemie ungewissen Zukunft von Beginn an Vollgas: „Denn jedes Spiel kann das letzte sein. Somit ist jedes Spiel beinahe ein Endspiel.“

Zum Seitenanfang