HSV Solingen-Gräfrath 76 - Red Sparrows 35:23 (13:15)


Die Red Sparrows verlieren auf Grund einer desaströsen Schlussphase in Solingen-Gräfrath und stehen damit das erste Mal in dieser Saison auf einem Abstiegsplatz.

Das Spiel begann vielversprechend für die Freiburgerinnen, denn trotz eines schnellen Rückstands von 0:2 konnten die Red Sparrows mithalten und gingen anschließend selbst mit 3:2 in Führung. Die erste Halbzeit war insgesamt ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Lediglich gegen Ende der ersten 30 Minuten konnte sich das Team von Trainer Ralf Wiggenhauser leicht absetzen, was in einem Halbzeitstand von 15:13 aus Freiburger Sicht resultierte und von Wiggenhauser so kommentiert wurde: „Unsere Leistung in Durchgang eins war okay, keine Spitzenleistung zwar, hat aber vollkommen gereicht und wir haben verdient geführt.“

Das Endergebnis sollte vermuten lassen, dass in der zweiten Halbzeit hauptsächlich der HSV den Ton angab, doch zu Beginn waren weiterhin die Freiburgerinnen am Drücker, welche sogar zeitweise mit 3 Toren voran zogen. Das Spiel war lange offen und nach 43 Minuten stand es 21:21.

Was nun folgte und wie der gravierende Leistungsabfall zu erklären sei, dafür fehlten selbst Wiggenhauser am Ende die Worte: „Ich bin sprachlos. Man denkt jede Woche, es kann nicht mehr tiefer gehen.“. Die Freiburgerinnen verloren die 2. Halbzeit mit 14 Toren Unterschied und fielen am Ende auseinander gegen ein Team, das, wie die Red Sparrows nach dem Hinspiel, seinen allerersten Heimsieg in der 2. Handball Bundesliga feiern durfte.

Ein wenig Erklärung suchend zeigte sich Wiggenhauser dann aber doch noch: „Unsere Abwehr war am Ende nichtmehr vorhanden. Im Angriff haben wir unglaubliche Fehler gemacht. Ich denke, schlimmer als diese 2. Halbzeit kann es nicht mehr werden. Wir stehen nun zu Recht da, wo wir stehen.“. Zum ersten Mal in dieser Saison stehen die Red Sparrows nun nämlich auf einem Abstiegsplatz und wurden von der SG 09 Kirchhof überholt, die gegen den VfL Waiblingen einen sensationellen 32:24 Sieg feiern durften. Die Freiburgerinnen sind nun endgültig im Abstiegskampf angekommen.

Die anhaltende Negativserie und die Niederlagen gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf stellt die Red Sparrows vor eine große Herausforderung, was Mentalität und Kampfgeist angeht. Das Selbstvertrauen und der Kopf spielen eine große Rolle, sagt auch Wiggenhauser und blickt schon auf das kommende Spiel: „Ich bin ganz froh, dass mit Nord Harrislee jetzt eine absolut bessere Mannschaft zu uns kommt, gegen die wir eigentlich keine Chance haben, gegen die wir klarer Außenseiter sind.“

Ausblick:
Am Samstag den 8.2.2020 um 20 Uhr empfangen die Red Sparrows am 18. Spieltag der 2. Handball Bundesliga die Gäste von der dänischen Grenze, den Tabellensechsten TSV Nord Harrislee.

Spielverlauf: 2:0 (3'), 2:3 (7'), 9:9 (16'), 12:12 (26'), 13:15 (30') ; 13:16 (32'), 16:16 (36'), 18:20 (40'), 21:21 (43'), 25:21 (48'), 26:23 (50'), 35:23 (60').

HSV Solingen-Gräfrath - HSG Freiburg 35:23 (13:15)

HSV Solingen-Gräfrath: Vanessa Gerken, Lisa Fahnenbruck, Lorena Jackstadt, Alina Bohnen, Louisa Gerke (1), Steffi Osenberg, Kerstin Reckenthäler, Eva Christine Pohl, Wolfgang Reckenthäler - Sandra Münch (3/1), Mandy Reinarz (3), Vanessa Brandt (11/2) - Merit Müller (6), Franziska Penz (7), Laura Sosnierz (1), Dana Gruner - Carina Senel (3); Trainer: Kerstin Reckenthäler

HSG Freiburg: Debora D´Arca, Lena Fischer, Sabrina Romeike, Markus Lais, Ralf Wiggenhauser, Slobodan Schwaiger - Christiane Baum (4), Rebecca Dürr, Kathrin Schilling (1), Maja Zeides, Leonie Hartl, Nadine Czok (5/4), Denise Schwaiger - Marie Lipps (3/1), Simone Falk, Alicia Sophie Burgert (6) - Jessica Peter, Carolin Spinner (4); Trainer: Ralf Wiggenhauser

Schiedsrichter: Christopher Hillebrand, Stefan Umbescheidt

Zuschauer: 201

Gelb: Wolfgang Reckenthäler / Carolin Spinner (6.)

Rot (3 Zeitstrafen): - / Nadine Czok

Strafminuten: 12:10

2 Minuten: Carina Senel, Carina Senel, Laura Sosnierz, Mandy Reinarz, Franziska Penz, Franziska Penz / Christiane Baum, Carolin Spinner, Nadine Czok, Nadine Czok, Maja Zeides

Vergebene Siebenmeter: Mandy Reinarz / Nadine Czok

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