Argument: Nur durch Zufall klar im Nachteil


Das Bayernliga-Spitzenteam HaSpo Bayreuth nimmt laut Beitrag auf deren Website an, dass bei der Ermittlung des für die Abschlusstabellen relevanten Quotienten ein bedeutsamer Aspekt vernachlässigt wurde. Die Spiele gegen die Mannschaft der TG Heidingsfeld, die im Januar aus dem Spielbetrieb ausgeschieden war, hätten berücksichtigt werden müssen, meinen die Oberfranken.

Die Spielordnung sagt wohl, dass Spiele von ausgeschiedenen Mannschaften nicht zu werten sind. Da in dieser Saison aufgrund der besonderen Umstände aber durchweg alle Teams öfter als drei Mal nicht spielen konnten, müsste man diese ja allesamt als „ausgeschieden“ bezeichnen, und das sei nun schwerlich praktikabel; dies lasse im Umkehrschluss aber eben auch das Heidingsfelder Ausscheiden in neuem Lichte erblühen. Und dann könne man durchaus zur Erkenntnis gelangen, dass die Spiele – da ausgetragen – eben doch zu werten seien. Zumindest sieht man es so in der Wagnerstadt Bayreuth. Und darum lässt man diesen Gedanken nun vom Sportgericht prüfen. Kommen die Juristen zur gleichen Einschätzung, würde die Tabelle neu sortiert. Die Bayreuther, Sieger gegen Heidingsfeld, würden von Rang zwei auf eins klettern und in die Dritte Liga aufsteigen. Der schon über den Gewinn der Meisterschaft jubelnde VfL Günzburg hingegen würde, weil er gegen die TG verloren hat, in die Röhre schauen und sogar noch hinter die TG Landshut auf Rang drei rutschen. Besonders bitter: Bayreuth hätte bei einem Scheitern des Einspruchs trotzdem gute Aufstiegschancen. Der DHB will das Starterfeld der 3. Liga nämlich auf 72 Mannschaften aufstocken, und HaSpo hat in der Nachrückerliste einen guten Platz. Kommt es zur Neuberechnung, stünde Günzburg mit erheblich geringeren Erfolgsaussichten auf der Warteliste.

Eine Besonderheit ergibt sich im Fall HaSpo im Vergleich zu anderen Ligen, nahezu alle wandten die Quotienten-Regel an, dann auch noch: „Nur in der Bayernliga liege die Ursache für die unterschiedliche Zahl der ausgetragenen Spiele nicht in Besonderheiten des Terminplans, sondern „einzig und allein“ im Rückzug der TG Heidingsfeld nach Abschluss der Vorrunde. Es sei reiner Zufall, dass sich das daraus resultierende spielfreie Wochenende in der Rückrunde für den VfL Günzburg schon vor dem Abbruch der Saison ergeben hat, für HaSpo aber erst danach.“ sege/ah

VfL Pfullingen

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