In einer wahren Abwehrschlacht setzte sich die HG Oftersheim/Schwetzingen in einer hochdramatischen Handball-Begegnung der 3. Liga gegen die HSG Bieberau/Modau mit 25:25 (14:2) durch.


Eine frühe DreiTore-Führung unterlag mangels Stabilität im Angriffsspiel der Heimmmannschaft diversen Schwankungen bis hin zum 17:19-Rückstand. Doch bei allen Zeitstrafen, Rudelbildungen inklusive Blauer Kartre gegen Jank Kevic (vermeintliche Schiedsrichterbeleidigung) und Hektik, bildete Torwart Bendedikt Müller den ruhenden Pol bei Oftersheim/Schwetzingen. Das gesamte Geschehen kulminiert in der letzten Minute, als Niklas Krämer und Tom Jansne gemeinsam den Ball eroberten. Trainer Holger Löhr gab letzte Anweisung und Jansen tankte sich gegen die nun halboffene Deckung durch zum Siegtreffer.

Den finalen Schuss der HSG wehrte erneut Müller ab – dann wurde gejubelt. Ärgelich nur, das Daniel Hideg früh mit einer Oberschenkelverletzung ausscheiden musste. Zuvor bekamen die gut 500 Zuschauer der Nordstadthalle ein Novum geboten. Nach dem 9:6 (18.) und Auszeit von HSG-Coach Thorsten Schmidt, setzte Löhr indes auf eine 5:1-Deckungsformation mit Tom Jansen auf der Spitze, der für einige Verwirrung im Gästeangriff sorgte. Löhr sendete einen „Glückwunsch an die Mannschaft, die sich diese Punkte erkämpft hat. Aber Durch manche Black-Outs, individuelle Fehler gerieten wir wieder in Rückstand, belohnten uns nicht. Aber dann steigerte sich die Torwartleistung“. Er hatte aber auch ein wenig zu bemängeln, obwohl er weiß: „Groß-Bieberau ist schwer zu stoppen. Aber manche Black-outs machen es uns mit individuellen Fehlern schwer, uns zu belohnen. Auch das sieben-gegen-sechs haben wir nicht optimal gelöst, aber immerhin Druck aufgebaut.“ Generell zufrieden sei er jetzt mit der Trainingsbeteiligung. „Dadurch, dass wir jetzt einigermaßen komplett sind, können wir wieder Tempospiel trainieren.“ Das habe jedoch an diesem Tage überhaupt nicht geklappt.

Neuzugang und zweifacher Torschütze Moritz Schmidberger freute sich ebenfalls sehr über seinen ersten Sieg mit seinem neuen Team. „Aber es hat nicht alles so geklappt wie gewünscht. Ich habe mir zu viele technische Fehler erlaubt. Aber wir haben trotzdem gewonnen. Das zählt.“ Allerdings war er gehandicapt, hatte sich früh eine Verletzung an der Hand zugezogen. „Dadurch habe ich einige Bälle nicht gefangen.“

Für Löhr ist der Schwabe dennoch ein Gewinn. „Ich bin super zufrieden mit ihm, auch wenn er mit seiner Fingerverletzung etwas unglücklich ausgesehen hat. Er ist ein super Typ, der uns Entlastung und taktische Varianten bringt. Er hat sich klasse eingepasst, auch wenn er noch sprachliche Probleme hat.“

HG Oftersheim/Schwetzingen – HSG Bieberau/Modau  25:23 (14:12)

HG: Herb, Müller; Barthelmeß (2), Messerschmidt, Jansen (5), Schmidberger (2), L. Sauer (4/1), Krämer (2), Jungmann (1), Suschlik, A. Sauer (2/2), Burmeister (3), Hideg (1), Kubitschek.

HG Oftersheim/Schwetzingen  HSG Groß-Bieberau/Modau

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