Nach dem – erfolgreich bestrittenen – badisch-pfälzischen Duell mit dem TV Hochdorf, steht den Drittliga-Handballern der HG Oftersheim/Schwetzingen nun ein nordbadischer Vergleich bevor.


Am Freitag sind die Rhein-Neckar-Löwen II zu Gast in der Schwetzinger Nordstadthalle.

Die RNL, wie sie sich seit dieser Saison nennen, vormals Kronau/Östringen, müssen jetzt damit leben, dass sie in auswärtigen Medien oftmals nun in Mannheim angesiedelt werden, weg von ihren Ursprüngen. Bei der HG weiß man aber noch ganz genau über die Herkunft dieses Teams Bescheid. Zu eng sind die jahrzehntelangen Verknüpfungen zwischen beiden Seiten. Allerdings trifft dies nicht mehr so sehr auf die aktuellen Spieler untereinander zu. Mehrere der HG-Jungs haben ja eine „Kröstie“-Vergangenheit in ihrer Vita zu stehen, mit den Namen des derzeitigen Kaders können sie allerdings weitgehend wenig anfangen. Das sei eine neue Generation. Ihre Bekannten stehen da mit den Trainergespann Michel Abt und André Bechtold eher an der Seitenauslinie.

Ihr Team ist ein reines Ausbildungsprojekt. Das Duo verfolgt ähnliche Ziele wie Holger Löhr mit Mathias Polifka an seiner Seite bei Oftersheim/Schwetzingen, will seine Spieler ständig voranbringen, lässt sie auch aus Niederlagen lernen. Davon gab es zu Saisonbeginn noch nicht so viele. Die RNL waren einige Zeit der härteste Verfolger von Tabellenführer Kornwestheimund davor selbst Spitzenreiter gewesen. Dann schlich sich eine kleine Negativserie mit einer Ausbeute von nur zwei Punkten aus sechs Partien (bei zwei Remis) ein. Zuletzt gab es aber einen eindrucksvollen Sieg bei Neuhausen/Filder. Da dies eine vorgezogene Begegnung der Rückrunde war, weist das Konto der Gäste nun ein Spiel mehr aus.

Der ein Pluspunkt weniger, den die Kraichgauer als die HG innehaben, macht die Sache aber auch zu einem Verfolgerduell. Und darauf brennen die Männer um Kapitän Daniel Unser. Sie wollen weiter ihr Publikum verzaubern, hoffen dass ihr Höhenflug ungeachtet jeglicher Aufstellungssorgen möglichst lange anhält. Noch ist unklar, ob Christian Fendrich und Daniel Hideg wieder zu 100 Prozent einsatzfähig sein werden. Aber es haben ja auch andere gezeigt, dass sie in der Lage sind, Spiele zu gewinnen.

Für Löhr bleibt die Begegnung „letztendlich ein Spiel mit Derbycharakter zweier Mannschaften, die eine starke Halbsaison gespielt haben. In dieser Konstellation liegt naturgemäß Brisanz. Für beide gilt es, die Hinrunde jetzt noch zu krönen.“ In dieser Hinsicht müsse man sich über die kämpferische Einstellung beider Seiten keine großen Gedanken machen, meint er vorausschauend.

HG Oftersheim/Schwetzingen – Rhein-Neckar-Löwen (Freitag, 20.15 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen).

HG Oftersheim/Schwetzingen  Rhein-Neckar-Löwen

Zum Seitenanfang